Vogan, 27.08.2010
Gestern bin ich in den Genuss eines mir bis dahin unbekannten togoischen Gerichts gekommen. Der Filmtitel „In China essen sie Hunde“ sollte hier in „In Togo essen sie ebenfalls Hunde“ geändert werden. Ich hab also gestern Hund gegessen. Für alle Hundeliebhaber unter euch wird das wahrscheinlich unvorstellbar sein, aber Fleisch ist nun mal Fleisch…
Die Konsistenz des Fleisches kann man ganz gut mit der von Rindfleisch vergleichen und den Geschmack ungefähr mit dem von stark gewürzten Hähnchen flügeln. Hund ist man traditionell mit Pate (so eine Art Brei der nach nichts schmeckt) und Chilisauce.
Bei der Gelegenheit kann ich an dieser Stelle mal was über das Essen hier schreiben.
Im Großen und Ganzen werden sehr viel Kohlenhydrate und Proteine gegessen. Also viel Reis, Nudeln, Pat, Bohnen usw, sowie fast immer Fisch oder Fleisch. Um die Vitamine muss man sich hier selber kümmern – Früchte wie Ananas oder Orangen kann man relativ billig auf der Straße kaufen. Das Angebot ist jedoch immer sehr von der jeweiligen Saison abhängig.
Bisher hab ich das Essen eigentlich ganz gut vertragen – ein, zwei Mal war ziemlich schlecht und hab dann der Toilette mehrere Besuche abgestattet.
Nach dem Hundeessen sind wir alle zusammen zu einer Miss Wahl gegangen. Ein riesiges, extrem lautes Spektakel, das ich ziemlich bald wieder verlassen habe, da sich die ganze Veranstaltung ewig gezogen hat. Zuvor haben uns die Veranstalter spontan in die erste Reihe gesetzt, damit die Yovos (Weiße auf Ewe) auch ja alles gut sehen können. Das war schon wieder ein bisschen merkwürdig, da wir natürlich den Leuten hinter uns total die Sicht versperrt haben – das war den Veranstaltern jedoch herzlich egal.
Genauso wie die Miss Wahl ist auch alles andere in Togo generell mit hoher Lautstärke verbunden. Überall versuchen die Bars sich gegenseitig mit ihrer Musik zu übertrumpfen – egal wie schlecht die Qualität der Musik, bzw. der Boxen ist. Unterhaltungen sind dann immer nur mit Geschrei möglich. In Folge dessen ist ein Abend in einer Bar dann immer relativ anstrengend.
Freitag, 27. August 2010
Mittwoch, 25. August 2010
Wochenendbericht
Danke erst einmal fuer all die Kommentare !
Seit nunmehr zwei Tagen funktioniert bei uns zu Hause der Strom nicht mehr und in Folge dessen sind mittlerweile die Akkus der meisten elektronischen Geraete leer. Hiermit also meine erster in einem Interntcafé geschriebener Eintrag.
Am Wochende war ich zusammen mit den anderen Frewilligen in Suedtogo unterwegs: Am Smstag waren wir in Aneho, einem groesseren Dorf direkt am Atlantik. Der Strand dort war der Hammer – ebendso das Wetter. Somit bin ich dort das erste Mal im togoischen Teil des Atlantiks geschwommen, der hier mit ziemlich grossen Wellen aufwartet.
Vielleicht kann ich irgendwann nochml eine zweite Fuhre Fotos hochladen, dann koennt ihr euch den Strand mal anschauen.
Am Sonntag sind wir mit der ganzen Mannschaft nach Togoville gefahren, in dem man sich die Ueberreste deutscher Kolonialbaukunst anschauen kann, wenn man will.
Hier haben wir zum wiederholen Male gemerkt, das die deutsche Herrschaft in Togo sehr stark verherrlicht wird. In Togoville wird immer within sichtbar eine deutsche Flagge gehisst und als Gruendungsdatum von Togo gilt der Anfang der deutschen Besatzung.
Oft wird man gefragt, warum die Deutschen nicht zurueck nach Togo kommen, dann wuerde es hier endlich wieder vorwaerts gehen.
So gerade ist Sportfest an unserer Schule, morgen ist Notenbekanntgabe und dann gehts bald wieder zurueck nach Kpalimé. À bientot
Seit nunmehr zwei Tagen funktioniert bei uns zu Hause der Strom nicht mehr und in Folge dessen sind mittlerweile die Akkus der meisten elektronischen Geraete leer. Hiermit also meine erster in einem Interntcafé geschriebener Eintrag.
Am Wochende war ich zusammen mit den anderen Frewilligen in Suedtogo unterwegs: Am Smstag waren wir in Aneho, einem groesseren Dorf direkt am Atlantik. Der Strand dort war der Hammer – ebendso das Wetter. Somit bin ich dort das erste Mal im togoischen Teil des Atlantiks geschwommen, der hier mit ziemlich grossen Wellen aufwartet.
Vielleicht kann ich irgendwann nochml eine zweite Fuhre Fotos hochladen, dann koennt ihr euch den Strand mal anschauen.
Am Sonntag sind wir mit der ganzen Mannschaft nach Togoville gefahren, in dem man sich die Ueberreste deutscher Kolonialbaukunst anschauen kann, wenn man will.
Hier haben wir zum wiederholen Male gemerkt, das die deutsche Herrschaft in Togo sehr stark verherrlicht wird. In Togoville wird immer within sichtbar eine deutsche Flagge gehisst und als Gruendungsdatum von Togo gilt der Anfang der deutschen Besatzung.
Oft wird man gefragt, warum die Deutschen nicht zurueck nach Togo kommen, dann wuerde es hier endlich wieder vorwaerts gehen.
So gerade ist Sportfest an unserer Schule, morgen ist Notenbekanntgabe und dann gehts bald wieder zurueck nach Kpalimé. À bientot
Donnerstag, 19. August 2010
Konflikt
Gestern Abend war gings mir das erste Mal gesundheitlich relativ schlecht. Plötzlich wurde mir total schlecht, ich dachte ich müsste kotzen und bin ständig aufs Klos gerannt. Nach zwei Stunden wurd’s dann allmählich besser, trotzdem war das Ganze ziemlich unangenehm, weil man sich natürlich sofort fragt, ob man was Falsches gegessen hat usw.
Ansonsten geht man hier seiner täglichen Arbeit nach, am Dienstag ist der Unterricht ausgefallen, da sich die Regenzeit mal wieder gemeldet hat. Wenn es zu stark regnet, fällt die Schule einfach aus, da sowieso keiner kommen wird.
Diese Woche hat mein Lehrer aus irgendeinem, mir unerfindlichen Grund angefangen, seine Schüler zu schlagen, wenn sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Meinem Kollegen und mir war da mehr als unangenehm, da wir zum einen nicht wussten, wie wir uns verhalten sollten. Dazu muss man sagen, dass körperliche Bestrafungen in Togo durchaus noch zur Erziehung gehören und an der Tagesordnung sind.
Zudem verpfeifen sich die Kinder gegenseitig vor dem Lehrer – ziemlich unangenehm alles.
Wahrscheinlich messen wir dem einfach viel zu viel Bedeutung bei, die Kinder scheinen sich kaum darum zu kümmern. Trotzdem werden wir wohl mit dem Lehrer mal reden.
À tout a l’heure
Ansonsten geht man hier seiner täglichen Arbeit nach, am Dienstag ist der Unterricht ausgefallen, da sich die Regenzeit mal wieder gemeldet hat. Wenn es zu stark regnet, fällt die Schule einfach aus, da sowieso keiner kommen wird.
Diese Woche hat mein Lehrer aus irgendeinem, mir unerfindlichen Grund angefangen, seine Schüler zu schlagen, wenn sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Meinem Kollegen und mir war da mehr als unangenehm, da wir zum einen nicht wussten, wie wir uns verhalten sollten. Dazu muss man sagen, dass körperliche Bestrafungen in Togo durchaus noch zur Erziehung gehören und an der Tagesordnung sind.
Zudem verpfeifen sich die Kinder gegenseitig vor dem Lehrer – ziemlich unangenehm alles.
Wahrscheinlich messen wir dem einfach viel zu viel Bedeutung bei, die Kinder scheinen sich kaum darum zu kümmern. Trotzdem werden wir wohl mit dem Lehrer mal reden.
À tout a l’heure
Dienstag, 17. August 2010
Finanzen
Eineinhalb Wochen Camp. Vorgestern ist noch Verstärkung aus Deutschland gekommen – wir sind jetzt also mehr als genug Freiwillige hier. Insgesamt 14 Personen, die sich zwei Zimmer teilen müssen, die jeweils für zwei Leute ausgelegt sind – soll heißen zwei bis drei teilen sich ein Bett, die Anderen schlafen auf dem Boden. Das ist dann für die Dauer von drei Wochen schon relativ nervenaufreibend. Im Moment freu‘ ich mich ziemlich auf meine Gastfamilie in Kpalimé, weil ich dort dann endlich mein eigenes Zimmer haben werde und nicht die ganze Zeit über aus dem Rucksack leben werde müssen…
Gestern sind wir das erste Mal mit dem Gesundheitssystem in Togo in Berührung gekommen – bzw dem, was man davon merkt
Einer unser Lehrer aus dem Camp hat sich verletzt und musste in Folge dessen dringend in ein Krankenhaus. Da es jedoch keine flächendeckende Krankenversicherung gibt, wird hier alles über private Krankenversicherungen geregelt oder selbst bezahlt.
In diesem Fall hatte der betreffende Lehrer bedauernswerter Weise keine Versicherung und stand also vor einem relativ großen Problem, da er nicht das nötige Kleingeld für die erforderliche Behandlung aufbringen konnte. Glücklicherweise konnten zwei andere Lehrer das Geld erst einmal vorstrecken. Soweit alles also kein Problem…
Jedoch kam es dann zu einer Situation, die ich als ziemlich unangenehm empfunden habe. Und zwar hat man und dann ziemlich bald gefragt, ob wir nicht einen kleinen Teil zu der Behandlung beisteuern könnten. Dann kam natürlich die Diskussion auf, wie viel usw.…Schließlich haben wir uns auf einen Korb geeinigt, in den jeder etwas spenden kann.
Trotzdem finde ich es schwierig, wenn Freiwillige noch zusätzlich nach Geld gefragt werden, da schließlich der Dienst an sich schon nicht ganz billig ist…
Wie seht ihr das?
Gestern sind wir das erste Mal mit dem Gesundheitssystem in Togo in Berührung gekommen – bzw dem, was man davon merkt
Einer unser Lehrer aus dem Camp hat sich verletzt und musste in Folge dessen dringend in ein Krankenhaus. Da es jedoch keine flächendeckende Krankenversicherung gibt, wird hier alles über private Krankenversicherungen geregelt oder selbst bezahlt.
In diesem Fall hatte der betreffende Lehrer bedauernswerter Weise keine Versicherung und stand also vor einem relativ großen Problem, da er nicht das nötige Kleingeld für die erforderliche Behandlung aufbringen konnte. Glücklicherweise konnten zwei andere Lehrer das Geld erst einmal vorstrecken. Soweit alles also kein Problem…
Jedoch kam es dann zu einer Situation, die ich als ziemlich unangenehm empfunden habe. Und zwar hat man und dann ziemlich bald gefragt, ob wir nicht einen kleinen Teil zu der Behandlung beisteuern könnten. Dann kam natürlich die Diskussion auf, wie viel usw.…Schließlich haben wir uns auf einen Korb geeinigt, in den jeder etwas spenden kann.
Trotzdem finde ich es schwierig, wenn Freiwillige noch zusätzlich nach Geld gefragt werden, da schließlich der Dienst an sich schon nicht ganz billig ist…
Wie seht ihr das?
Samstag, 14. August 2010
Lomé
Hey,
heute schon zum zweiten Mal. Auf Anfrage hier meine Kontaktdaten:
Skype: super_mario4
Falls ihr mich über Skype mal anrufen wollt, werden wir wohl per Mail erst mal ein "Termin " machen müssen, da ich im Moment nur Internet via Cafés habe.
heute schon zum zweiten Mal. Auf Anfrage hier meine Kontaktdaten:
Skype: super_mario4
Falls ihr mich über Skype mal anrufen wollt, werden wir wohl per Mail erst mal ein "Termin " machen müssen, da ich im Moment nur Internet via Cafés habe.
Denkanstoß
Gleich geht’s nach Lomé, ein bisschen die Hauptstadt angucken. Heute Morgen sind wir um sechs aufgestanden, um mit der Jungs aus dem Dorf Fußball und Basketball zu spielen. Sport ist hier für Europäer aufgrund des Klimas ziemlich schweißtreibend und ziemlich anstrengend, aber auch super Training.
Gestern Abend haben wir Blood Diamond geguckt und ich dachte auf einmal, hmm das sieht da genauso aus wir hier…als ich mir den Film in Deutschland angeguckt habe, hab ich gedacht , krass wie es in Afrika aussieht – und jetzt bin auf einmal hier in Westafrika, nur ca. 2500km von Sierra Leone entfernt.
In dem Moment bin ich wirklich in Togo angekommen.
Die ersten Tage erlebt man in völliger Reizüberflutung, weil einfach alles komplett anderes ist. Dann gewöhnt man sich mit der Zeit an seine neue Umgebung und die eigene Sicht auf die Dinge, die man vorher nur in Film gesehen hat, verändert sich allmählich.
Diese Veränderung ist irgendwie ziemlich schwer zu beschreiben – zum einen stumpft man ein wenig ab – im Bezug auf Armut usw, da man mit dieser tagtäglich konfrontiert wird, andererseits wird man auf bestimmte Dinge, beispielsweise auf den gegenseitigen Umgang, sensibilisiert. Auf einmal ist Afrika, besser gesagt Togo, nicht mehr irgendein Kontinent, bzw. Land, sondern etwas zu dem man einen direkten Bezug entwickelt und nicht nur aus Filmen kennt…
Donnerstag, 12. August 2010
Vogan II
Sechs Uhr, es regnet…wie so oft. Aber immer nur ein zwei Stunden, dann hört es auf, wird ziemlich schwül und treibt einem den Schweiß aus den Poren.
Mittlerweile hat sich schon eine Art Alltag entwickelt; morgens um sechs aufstehen, duschen, frühstücken, zur Schule gehen, dann bis 11 Uhr Unterricht, wieder nach Hause mittagessen, Mittagsschlaf, dann vielleicht wieder zur Schule, um Sport mit den Kids zu machen – vorzugsweise Fußball.
Das ist mein Tagesablauf für weitere zwei Wochen. Ob ich das nun gut finde oder nicht, muss ich mir noch überlegen.
Gestern war ich beim Friseur. In Togo ein durchaus zu erwähnendes Erlebnis.
Nach dem ich mich für einen der ungefähr tausend Friseure hier entschieden hatte, stand mir eine einstündige Sitzung bevor, deren Ergebnis ich euch wirklich nicht vorenthalten möchte, leider lässt die Internetverbindung im Moment noch keine Fotouploads zu…
Jedenfalls sind meine Haare jetzt zwischen 0,8 und 1,5 cm lang, da mein Friseur meinte, er müsste mir die Haare mit einer Kinderschere und nicht mit den vorhanden Schergeräten schneiden.
Am Enden hab ich 500 CFR bezahlt, also ca. 80 Cent und eine Soldatenfriseur, die sich sehen lässt^^ oder auch nicht – Ansichtssache
Auf besonderen Wunsch schreibe ich an dieser Stelle noch etwas zur Einstellung bezüglich Alkoholkonsums. Bier bekommt man hier in jeder Bar zu jeder Uhrzeit, soll heißen es gibt keine vorgeschriebenen Ausschankzeiten oder Ähnliches. Zudem wird überall auf den Straßen an kleinen Ständen soggenannter Soda Bee angeboten. Hochprozentiger Schnaps mit Umdrehungen um die 70-80 Prozent. Die Qualität der Produkte wird in keinster Weise kontrolliert oder untersucht, falls man also in den Genuss diesen Schnaps kommen möchte, muss man sich seinen eigenen Vorzugsverkäufer suchen.
Der Genuss von Spirituosen ist z.T. nicht ganz ungefährlich, da betreffender manchmal kurzer Hand mit reinem Alkohol angereichert, bzw. aufgefüllt wird.
So das war‘s erst mal, auf bald.
Montag, 9. August 2010
Vogan, Summercamp
Jetzt ist es viertel nach sechs und wir sollten jetzt eigentlich mit der morgendlichen Hausarbeit fertig sein – das Problem daran ist, dass wir die Arbeit gar nicht gemacht haben, sondern die Frauen, die mit uns nach Vogan gekommen sind. Als wir sie nach Arbeit gefragt haben, wurde sie uns verweigert – sie würden dass schon machen. Na ja.
Gestern sind wir am späten Nachmittag nach fünf Stunden Busfahrt in Vogan, einem Dorf 60km außerhalb von Lomé angekommen. In Deutschland hätten in diesem Bus maximal neun Personen Platz gehabt, in Togo passen in denselben Bus wundersamer weise locker 16 Leute.
Unsere Unterkunft für die nächsten drei Wochen gleicht von außen einer Festung – auf den drei Meter hohen Mauern liegen Natodraht und Glasscherben gegen eventuelle Eindringlinge, derart Sicherheitsvorkehrungen sind jedoch im ganzen westafrikanischen Raum zu finden, wurde uns gesagt. Im Inneren findet man einen Vorplatz um den zwei größere Apartements gebaut sind, zwei Zisternen, aus denen das Wasser zum kochen, duschen usw. geholt wird, sowie sanitäre Anlagen.
Nach unserer Ankunft wurden wir gleich zum Essen eingeladen –es gab Pate, eine Art Couscous und Krabben. Hier habe ich zum ersten Mal gegessen, jeodch nicht so wie in Deutschland nur das Fleisch, sondern die komplette Krabbe, samt Scheren und Körper. Die erste hat mich dann doch einige Überwindung gekostet, die nachfolgenden wurden jedoch immer leckerer. Bei der Gelegenheit wurden gleich mehrere Hinweise aus meinem Reiseführer bestätigt:
Es wird generell nur mit der rechten Hand gegessen, was sich als schwieriger erweist als erwartet.
Frauen leben in einer zu den Männern untergeordneten Rolle – so wenigstens meine Beobachtung, da während der gesamten Mahlzeit eine Frau still neben uns saß, uns Wasser zum Händewaschen gebracht und alles aufgeräumt hat. Als ich selbst lediglich eine Schale aufheben wollte, die ich runter geworfen habe, wurde ich mit Kopfschütteln davon abgehalten – die Frau sollte das machen.
Das Ganze war durchaus gewöhnungsbedürftig, da man aus einer Gesellschaft kommt, in der Frauen weitestgehend emanzipiert leben.
Gleich gibt es Frühstück, dann geht’s das erste Mal zum Summercamp, in dem wir die nächsten drei Wochen unterrichten werden – ich übrigens Englisch.
Gestern sind wir am späten Nachmittag nach fünf Stunden Busfahrt in Vogan, einem Dorf 60km außerhalb von Lomé angekommen. In Deutschland hätten in diesem Bus maximal neun Personen Platz gehabt, in Togo passen in denselben Bus wundersamer weise locker 16 Leute.
Unsere Unterkunft für die nächsten drei Wochen gleicht von außen einer Festung – auf den drei Meter hohen Mauern liegen Natodraht und Glasscherben gegen eventuelle Eindringlinge, derart Sicherheitsvorkehrungen sind jedoch im ganzen westafrikanischen Raum zu finden, wurde uns gesagt. Im Inneren findet man einen Vorplatz um den zwei größere Apartements gebaut sind, zwei Zisternen, aus denen das Wasser zum kochen, duschen usw. geholt wird, sowie sanitäre Anlagen.
Nach unserer Ankunft wurden wir gleich zum Essen eingeladen –es gab Pate, eine Art Couscous und Krabben. Hier habe ich zum ersten Mal gegessen, jeodch nicht so wie in Deutschland nur das Fleisch, sondern die komplette Krabbe, samt Scheren und Körper. Die erste hat mich dann doch einige Überwindung gekostet, die nachfolgenden wurden jedoch immer leckerer. Bei der Gelegenheit wurden gleich mehrere Hinweise aus meinem Reiseführer bestätigt:
Es wird generell nur mit der rechten Hand gegessen, was sich als schwieriger erweist als erwartet.
Frauen leben in einer zu den Männern untergeordneten Rolle – so wenigstens meine Beobachtung, da während der gesamten Mahlzeit eine Frau still neben uns saß, uns Wasser zum Händewaschen gebracht und alles aufgeräumt hat. Als ich selbst lediglich eine Schale aufheben wollte, die ich runter geworfen habe, wurde ich mit Kopfschütteln davon abgehalten – die Frau sollte das machen.
Das Ganze war durchaus gewöhnungsbedürftig, da man aus einer Gesellschaft kommt, in der Frauen weitestgehend emanzipiert leben.
Gleich gibt es Frühstück, dann geht’s das erste Mal zum Summercamp, in dem wir die nächsten drei Wochen unterrichten werden – ich übrigens Englisch.
Samstag, 7. August 2010
Ankunft
Hier mein erster Blogeintrag aus Togo!
Sitze jetzt grade zusammen mit den anderen vier Freiwilligen in unserem Häuschen, welches aus zwei Räumen besteht – einem Raum zum schlafen und ein Aufenthaltsraum.
Gestern sind wir gegen 21 Uhr deutscher Zeit, bzw 19 Uhr togoischer Zeit, in Lomé gelandet.
Nachdem unsere VISA und Gelbfieberimpfnachweise kontrolliert waren, wurden wir gleich von Horace und Maoli, dem Chef und einem Mitarbeiter von CDH in Empfang genommen, die uns dann zu unserer ersten Unterkunft in Togo gefahren haben.
Anschließend haben die Beiden uns unser Nachtlager samt Moskitonetz bereitet – anschließend hat die Frau von Horace extra für uns noch Spaghetti mit Tomatensauce gekocht, die echt ein Traum waren.
Nach einer wirklich guten Nacht unter dem Moskitonetz und auf der Strohmatte, haben wir uns morgens das erste Mal an einer togoischen Dusche versucht. Diese besteht aus einem gefliesten Raum und einem acht Liter Eimer Wasser. Wie genau man sich dann wäscht ist jedem selbst überlassen. Ist auf jeden Fall überhaupt kein Problem.
Nach dem petit dejeuner, das sich nicht großartig von dem zu Hause unterschieden hat, haben wir das erste Mal Lomé gesehen. Ist eigentlich kaum zu beschreiben. Ich werd bei Gelegenheit mal ein paar Fotos hochladen. Nachher geht’s nach dem Essen nach Kpalimé zu unserem Einführungsseminar.
So das war’s erst einmal, ich werd mich die Tage bestimmt nochmal melden, das wird immer abhängig von der Internetverbindung sein.
Auf bald!
Sitze jetzt grade zusammen mit den anderen vier Freiwilligen in unserem Häuschen, welches aus zwei Räumen besteht – einem Raum zum schlafen und ein Aufenthaltsraum.
Gestern sind wir gegen 21 Uhr deutscher Zeit, bzw 19 Uhr togoischer Zeit, in Lomé gelandet.
Nachdem unsere VISA und Gelbfieberimpfnachweise kontrolliert waren, wurden wir gleich von Horace und Maoli, dem Chef und einem Mitarbeiter von CDH in Empfang genommen, die uns dann zu unserer ersten Unterkunft in Togo gefahren haben.
Anschließend haben die Beiden uns unser Nachtlager samt Moskitonetz bereitet – anschließend hat die Frau von Horace extra für uns noch Spaghetti mit Tomatensauce gekocht, die echt ein Traum waren.
Nach einer wirklich guten Nacht unter dem Moskitonetz und auf der Strohmatte, haben wir uns morgens das erste Mal an einer togoischen Dusche versucht. Diese besteht aus einem gefliesten Raum und einem acht Liter Eimer Wasser. Wie genau man sich dann wäscht ist jedem selbst überlassen. Ist auf jeden Fall überhaupt kein Problem.
Nach dem petit dejeuner, das sich nicht großartig von dem zu Hause unterschieden hat, haben wir das erste Mal Lomé gesehen. Ist eigentlich kaum zu beschreiben. Ich werd bei Gelegenheit mal ein paar Fotos hochladen. Nachher geht’s nach dem Essen nach Kpalimé zu unserem Einführungsseminar.
So das war’s erst einmal, ich werd mich die Tage bestimmt nochmal melden, das wird immer abhängig von der Internetverbindung sein.
Auf bald!
Mittwoch, 4. August 2010
Abschied
Hey ihr Alle! An dieser Stelle wollte ich mich nochmal herzlich für all die lieben Abschiede bedanken, mit denen ich die letzten Tage von euch beehrt wurde.
Vielen Dank!
Viele Glück bei allem was ihr jetzt beginnt, bzw abschließt (für die unter euch, die bedauernswerter Weise noch die Schule besuchen müssen)!
Vielen Dank!
Viele Glück bei allem was ihr jetzt beginnt, bzw abschließt (für die unter euch, die bedauernswerter Weise noch die Schule besuchen müssen)!
Dienstag, 3. August 2010
Packen
So die Packerei hab ich jetzt auch schon so gut wie hinter mir. Mittlweile sind alle nötigen Sachen gekauft und zusammengekramt und warten nur noch darauf mit mir nach Togo zu fliegen - Hauptsache sie kommen da auch mit mir an...
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