Jetzt ist es viertel nach sechs und wir sollten jetzt eigentlich mit der morgendlichen Hausarbeit fertig sein – das Problem daran ist, dass wir die Arbeit gar nicht gemacht haben, sondern die Frauen, die mit uns nach Vogan gekommen sind. Als wir sie nach Arbeit gefragt haben, wurde sie uns verweigert – sie würden dass schon machen. Na ja.
Gestern sind wir am späten Nachmittag nach fünf Stunden Busfahrt in Vogan, einem Dorf 60km außerhalb von Lomé angekommen. In Deutschland hätten in diesem Bus maximal neun Personen Platz gehabt, in Togo passen in denselben Bus wundersamer weise locker 16 Leute.
Unsere Unterkunft für die nächsten drei Wochen gleicht von außen einer Festung – auf den drei Meter hohen Mauern liegen Natodraht und Glasscherben gegen eventuelle Eindringlinge, derart Sicherheitsvorkehrungen sind jedoch im ganzen westafrikanischen Raum zu finden, wurde uns gesagt. Im Inneren findet man einen Vorplatz um den zwei größere Apartements gebaut sind, zwei Zisternen, aus denen das Wasser zum kochen, duschen usw. geholt wird, sowie sanitäre Anlagen.
Nach unserer Ankunft wurden wir gleich zum Essen eingeladen –es gab Pate, eine Art Couscous und Krabben. Hier habe ich zum ersten Mal gegessen, jeodch nicht so wie in Deutschland nur das Fleisch, sondern die komplette Krabbe, samt Scheren und Körper. Die erste hat mich dann doch einige Überwindung gekostet, die nachfolgenden wurden jedoch immer leckerer. Bei der Gelegenheit wurden gleich mehrere Hinweise aus meinem Reiseführer bestätigt:
Es wird generell nur mit der rechten Hand gegessen, was sich als schwieriger erweist als erwartet.
Frauen leben in einer zu den Männern untergeordneten Rolle – so wenigstens meine Beobachtung, da während der gesamten Mahlzeit eine Frau still neben uns saß, uns Wasser zum Händewaschen gebracht und alles aufgeräumt hat. Als ich selbst lediglich eine Schale aufheben wollte, die ich runter geworfen habe, wurde ich mit Kopfschütteln davon abgehalten – die Frau sollte das machen.
Das Ganze war durchaus gewöhnungsbedürftig, da man aus einer Gesellschaft kommt, in der Frauen weitestgehend emanzipiert leben.
Gleich gibt es Frühstück, dann geht’s das erste Mal zum Summercamp, in dem wir die nächsten drei Wochen unterrichten werden – ich übrigens Englisch.
Klingt spannend! Aber sind dir die Krabben bekommen? Ich glaub ich hätte dem Typ mit dem Kopfschütteln die Schüssel an eben diesen geworfen... Liebe Grüße in die Ferne! Leonie
AntwortenLöschenhmm naja... nutz doch einfach deine Macht gegenüber den Frauen aus :D:D nein man sollte die Frauen achten (soweit das dort ohne Komplikationen machbar ist). Wie läuft denn eigentlich die Verständigung ab? Nur Englisch oder auch Französisch? (War doch die sprache :)) Leonie Frage aufgreifend: Wie sind die Krabben bekommen?
AntwortenLöschenHast du da immer Internet oder mit stick oder wie?
wie ist dein Skypename?
wie kann man dich ansonsten noch erreichen?
Liebe Grüße
Schmacki