Samstag, 14. August 2010

Denkanstoß


Gleich geht’s nach Lomé, ein bisschen die Hauptstadt angucken. Heute Morgen sind wir um sechs aufgestanden, um mit der Jungs aus dem Dorf Fußball und Basketball zu spielen. Sport ist hier für Europäer aufgrund des Klimas ziemlich schweißtreibend und ziemlich anstrengend, aber auch super Training.
Gestern Abend haben wir Blood Diamond geguckt und ich dachte auf einmal, hmm das sieht da genauso aus wir hier…als ich mir den Film in Deutschland angeguckt habe, hab ich gedacht , krass wie es in Afrika aussieht – und jetzt bin auf einmal hier in Westafrika, nur ca. 2500km von Sierra Leone entfernt.
In dem Moment bin ich wirklich in Togo angekommen.
Die ersten Tage erlebt man in völliger Reizüberflutung, weil einfach alles komplett anderes ist. Dann gewöhnt man sich mit der Zeit an seine neue Umgebung und die eigene Sicht auf die Dinge, die man vorher nur in Film gesehen hat, verändert sich allmählich.
Diese Veränderung ist irgendwie ziemlich schwer zu beschreiben – zum einen stumpft man ein wenig ab – im Bezug auf Armut usw, da man mit dieser tagtäglich konfrontiert wird, andererseits wird man auf bestimmte Dinge, beispielsweise auf den gegenseitigen Umgang, sensibilisiert. Auf einmal ist Afrika, besser gesagt Togo, nicht mehr irgendein Kontinent, bzw. Land, sondern etwas zu dem man einen direkten Bezug entwickelt und nicht nur aus Filmen kennt…

1 Kommentar:

  1. ich kann mir vorstellen, wovon du redest!
    dieses gefühl, dass man auf einmal genau das erlebt, was man sich sonst immer nur vorstellen konnte.
    so gings mir auch nach einer woche in amerika! natürlich in bezug auf andere aspekte...

    AntwortenLöschen